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Veröffentlichung: 11.11.2011


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Dawes - Hamburg (Molotow)



ENDLICH! Die großartigen Dawes (nicht Doors) haben es nun nach Europa geschafft und ich durfte gestern ihrer allerersten Deutschland-Show beiwohnen. Wie liebe ich ihr Debüt “North Hills” (2009) und mag auch den Nachfolger “Nothing Is Wrong” und wie unglaublich gut sie sind. In jeder Sekunde merkt man diese typisch amerikanische Mischung aus Professionalität und Qualität auf der einen und Charme sowie Leidenschaft auf der anderen Seite.

Immerhin ca. 80 Leute fühlten sich von der Band warm empfangen und da das Publikum eher dem älteren Semester zugehörig sein mag – ich bekam auf dem Weg noch eine SMS von einer Freundin: “Komm schnell, nur alte Männer hier!” – frage ich mich schon, ob das einfach zu viel Song und zu wenig Show für die Deichkind-Event-Generation ist, mag dabei aber nicht glauben, dass diese warme, große Musik nicht zeitlos sein soll.

Schon die Begrüßung von Taylor Goldsmith, der den ersten Song geschickt unterbrach, um ein paar warme Worte zu sagen, kam so leicht daher, dass man neidisch meinen könnte, er würde in sich ruhen, wobei die Texte, die er mit viel Nachdruck und Deutlichkeit rüber bringt, ja schon eine andere Seite erkennen lassen. Neben Songs ihres zweiten Albums, das ich, wie oben schon angedeutet, nicht ganz so stark finde wie das Debüt, was mich wieder zu eine der interessantesten Fragen bringen könnte, warum das Debüt einer Band in gefühlten 90 % der Fälle besser ist, gab es zu meiner Freude natürlich auch Songs besagten Erstlings.

Natürlich könnte ich jetzt erwähnen, welch schöne Harmoniegesänge die Dawes haben, wie anders schön auch die Stimme des Drummers und Taylor Goldsmiths Bruder ist, welch Spielfreude sie an den Tag bzw. Abend legen und dass Gitarrensoli nichts Böses sein müssen, aber letztlich fällt mir noch ein Wort ein, das wichtig ist: SONGS

Nach knapp 60 Minuten war ihr erstes Deutschlandkonzert dann vorbei und nachdem der eine oder andere schon meinte, dass sei doch recht kurz gewesen – typisch deutsch halt – kamen sie mit einem Paul Simon – Cover und dem abschließenden ‘A Little Bit Of Everything’ wieder, ein Song, der so viel Wahrheit in sich hat wie wohl nur wenige und exemplarisch für das Leben mit seinen Hochs und Tiefs stehen mag.

Übrigens versprachen sie nicht nur, dass sie noch in diesem Jahr wieder kommen, sondern auch, dass “North Hills” demnächst auch bei uns noch erscheinen wird, schön das!

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