BreakOut West – Festival (Kelowna, BC)

Vielleicht waren noch nicht alle in Kelowna, was ja für kanadische Verhältnisse in der Nähe von Vancouver und besonders für seine Weine sowie der pittoresken Idylle bekannt ist. Letztere erinnert mich dann aber doch an die künstliche Welt der Truman-Show, aber hier soll es ja um Musik gehen.

Wie der Name schon sagt, spielen hier fast ausschließlich Bands auf „West-Kanada“ und die Ausnahme bestand aus ein paar australischen Künstlern, die nicht wirklich der Rede wert waren, und zwei Bands aus Wales die auf die Namen Kidsmoke und Campfire Social hören, wobei mich vor allem letztere begeistern konnte – Sänger Tom war früher bei Scams, falls das noch jemanden was sagt, und ihre positive Energie fiel mir recht positiv auf…

Neben großartige Auftritte von Bands und Künstlern wie Shred Kelly (mit neuem Drummer), Yes We Mystic (mit neuer Geigerin), Megan Nash (solo) und Micah Erenberg, die ja alle schon mal bzw. gerade bei uns auf Tour waren, konnten mich besonders Gunner & Smith aus Saskatoon mit ihrem „Dark-Country-Rock“ begeistern. Dass sie mit The Dead South befreundet sind, kann man musikalisch nur an den Texten erkennen, aber ihr Zusammenspiel aus laut und leise liegt mir sehr, denn genau diese Dynamiken machen für mich Musik aus. Muss ich wohl machen…

Ich möchte hier ja nicht zu lange ausschweifen, aber die aus der gleichen Stadt kommende Ellen Froese sein genauso erwähnt – wollen wir auf eine „About Songs Youngbloods“-Tour holen – wie der frickelige Post-Indie von Motherhood, well done!

 

Ich bin seit 1994 im "Music Business" tätig, d.h. habe nunmehr die Hälfte meines Lebens in eben dieser Branche verbracht. Natürlich habe ich in dieser Zeit viele Menschen kennen-, hassen- und lieben gelernt und viele haben dieses Business verlassen. Ich für meinen Teil möchte das niemals tun, denn auch wenn ich mich als Indie-Label-Betreiber von DevilDuck Records sehr häufig frage, ob das alles so Sinn macht, rede ich mir dann ein, dass es doch nichts schöneres geben kann als Künstler, deren Musik ich liebe, unter die Karrierearme zu greifen. Angefangen habe ich als Promoter (Radio & Presse) bei Public Propaganda, bevor es dann zu einem kurzen Gastspiel bei "edel" ging, wo der Versuch ein Rock-Department aufzubauen, recht kläglich scheiterte. Es folgte Warner Music, wo ich 7 Jahre ziemlich viel Spaß hatte und mich in den letzten Jahren "Head of Rock/Alternative" nennen durfte. Nun betreibe ich seit knapp 15 Jahren mein eigenes Label, bin seit mehr als 12 Jahren als Dozent für "Music Business" tätig und habe in dieser Zeit auch noch ein paar andere Sachen gemacht...

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