gerade auf dem Weg nach Saskatoon…

irgendwie liebe ich es, auf dem Flughafen zu sitzen, am Laptop zu arbeiten, rechtzeitig zu sein und gute Musik zu hören – gerade neues Pferd im Stall namens Gunner & Smith und die kommen aus Sasaktoon, was natürlich einer der Gründe ist, warum ich mich auf dem Weg mache. Sasaktoon liegt in der kanadischen Provinz Saskatchewan, die knapp 1 Mio. Einwohner hat, aber drei Mal so groß ist wie Deutschland.

Genug der Geografie, denn mich treibt ja eher die Musik dahin, denn vor etwas über einem Jahr hatte mir Nate, Sänger bei The Dead South, den sympathischen Geoff Smith, seines Zeichens Sänger & Songwriter bei Gunner & Smith (!) vorgestellt und ich mir wie meistens nicht viel dabei gedacht. Nachdem ich mich aber mit der Musik mehr und mehr beschäftigt habe, was mir überraschender Weise ja am meisten Spaß macht, und ihn mit seiner Band nun einige Male live gesehen habe, musste ich ihn einfach unter Vertrag nehmen und so erblickt das zweite Album von G&S „Byzantium“ nun am 25. Januar das Licht der Welt, auch wenn es in Kanada bereits im letzten Jahr erschienen ist, so what?

Ich möchte jetzt gar nicht zu viel „Werbung“ machen, aber Geoff Smith wird im Rahmen unserer „About Songs Youngbloods“-Tour im kommenden Februar zum ersten Mal zu uns auf Tour kommen und das zunächst dem Konzept angemessen solo. Allerdings gibt das dann nur einen kurzen Vorgeschmack, denn die eigentlich Pracht entfaltet sich erst in Bandbesetzung, wie das ja häufiger der Fall ist und wer dieses „Dark-Country-Rock“-Album hört, wird mir nur zustimmen können: https://www.youtube.com/watch?v=3yhfNyTRWng

So, das erstmal als „Appetizer“ und natürlich werde ich es mir die nächsten Tage nicht nehmen lassen, aus Saskatoon zu berichten – ahoi!

Ich bin seit 1994 im "Music Business" tätig, d.h. habe nunmehr die Hälfte meines Lebens in eben dieser Branche verbracht. Natürlich habe ich in dieser Zeit viele Menschen kennen-, hassen- und lieben gelernt und viele haben dieses Business verlassen. Ich für meinen Teil möchte das niemals tun, denn auch wenn ich mich als Indie-Label-Betreiber von DevilDuck Records sehr häufig frage, ob das alles so Sinn macht, rede ich mir dann ein, dass es doch nichts schöneres geben kann als Künstler, deren Musik ich liebe, unter die Karrierearme zu greifen. Angefangen habe ich als Promoter (Radio & Presse) bei Public Propaganda, bevor es dann zu einem kurzen Gastspiel bei "edel" ging, wo der Versuch ein Rock-Department aufzubauen, recht kläglich scheiterte. Es folgte Warner Music, wo ich 7 Jahre ziemlich viel Spaß hatte und mich in den letzten Jahren "Head of Rock/Alternative" nennen durfte. Nun betreibe ich seit knapp 15 Jahren mein eigenes Label, bin seit mehr als 12 Jahren als Dozent für "Music Business" tätig und habe in dieser Zeit auch noch ein paar andere Sachen gemacht...

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