„Very Prairie“

So, gerade auf dem Flughafen in Minneapolis reflektiere ich noch mal kurz das Debüt des Showcase-Festivals „Very Prairie“ in Saskatoon.

Grundsätzlich ist die Stadt jetzt nicht super-sehenswert, aber wenn man es mit Städten bei uns vergleicht, die eine ähnliche Größe haben, also z.B. Braunschweig oder Kiel, dann wird Musikkultur da schon groß geschrieben inklusive einer Musikszene, die wesentlich aktiver ist und somit mehr und bessere Künstler und Bands zu bieten hat.

Lokale Bands wie die vor ein paar Tagen erwähnten Gunner & Smith oder Close Talker, die bei uns ja auch schon mal auf Tour waren, waren die Höhepunkte doch aber recht spärlich, wenn man von Ellen Froese mal absieht. Die in Saskatoon wohnende Künstlerin hat zum einen solo in einer Kirche gespielt, zum anderen mit Band im Black Cat Tavern, einer der Clubs der Stadt, der übrigens vom Gunner & Smith – Sänger Geoff Smith gebucht wird, der übrigens auf unsere nächsten „About Songs Youngbloods“-Tour im Februar am Start sein wird.

Ellen Froese haben wir natürlich auch gleich für die August-Tour verpflichtet und da wir diesmal drei Männer haben, sollen es dann drei Frauen sein und wenn ihr generell Tipps dafür habt, lasst es uns gerne wissen.

Den Namen „Very Prairie“ finde ich übrigens ziemlich gut und wer schon mal in Sasakatchewan war, weiß, wie treffen das ist….

Ich bin seit 1994 im "Music Business" tätig, d.h. habe nunmehr die Hälfte meines Lebens in eben dieser Branche verbracht. Natürlich habe ich in dieser Zeit viele Menschen kennen-, hassen- und lieben gelernt und viele haben dieses Business verlassen. Ich für meinen Teil möchte das niemals tun, denn auch wenn ich mich als Indie-Label-Betreiber von DevilDuck Records sehr häufig frage, ob das alles so Sinn macht, rede ich mir dann ein, dass es doch nichts schöneres geben kann als Künstler, deren Musik ich liebe, unter die Karrierearme zu greifen. Angefangen habe ich als Promoter (Radio & Presse) bei Public Propaganda, bevor es dann zu einem kurzen Gastspiel bei "edel" ging, wo der Versuch ein Rock-Department aufzubauen, recht kläglich scheiterte. Es folgte Warner Music, wo ich 7 Jahre ziemlich viel Spaß hatte und mich in den letzten Jahren "Head of Rock/Alternative" nennen durfte. Nun betreibe ich seit knapp 15 Jahren mein eigenes Label, bin seit mehr als 12 Jahren als Dozent für "Music Business" tätig und habe in dieser Zeit auch noch ein paar andere Sachen gemacht...

4 comments

  1. Stefan Falke says:

    Wie wär’s denn mit Eliza Mary Doyle?
    Ob nun Youngblood oder nicht, sie hat bestimmt einige Fans bei uns gewonnen in den letzten 2 Jahren.

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