Zum siebten Mal nehmen wir drei großartige Künstler auf unsere About Songs Youngbloods Reise. Die August-Tour 2018 wurde von kulturnews.de sogar auf Platz 6 der Konzerte des Jahres gewählt. Youngbloods soll neu entdeckten KünstlerInnen eine Plattform bieten. Hinsichtlich der Tour ziehen dafür drei Songwriter gemeinsam los. Diese spielen jeweils 30 Minuten, so dass eine Konzertlänge von ca. 90 Minuten entsteht.

Das Line-Up besteht diesmal aus Onk Lou (A), PR Newman (US) und Gunnar & Smith (CAN).

Onk Lou Ein kleiner bärtiger Mann betritt die Bühne, stimmt seine Gitarre, blickt prüfend in der Raum und beginnt mit seinem ersten Song. Der Raum verstummt und lauscht ihm gebannt. Am Ende, tosender Applaus und zahlreiche Fans mehr. Aber wer ist dieser Onk Lou überhaupt? Lukas stammt aus dem kleinen Kaff Ollersdorf in Niederösterreich und war in den letzten Jahren in ganz Europa als Straßenmusiker unterwegs. Songwriterfestivals in Dänemark, Russendiskos in Moskau, Wohnungsparties in Berlin oder Italiens Straßen – teilweise knapp 100 Konzerte gibt der sympathische Künstler pro Jahr. Onk Lou war auch einer von fünf Songwritern, die ein kleines Konzert am Wiener Donaukanal spielen wollten, auf FB eine Veranstaltung erstellt haben und plötzlich 7000 Leute kamen. Zufall? Im letzten Jahr hat er an seinem Debütalbum gearbeitet, ist bis nach Kuba gereist, um seine Musikvideos zu drehen und war Toursupport von Granada. Nun ist das Album da, ein ganzes Leben gepackt in 16 Songs, die sich musikalisch zwischen Frank Turner, Jason Mraz und Rag n Bone Man abspielen. Mal findet man einen Hauch Karibik, mal eine nordische Note, dann wieder Gipsy-Einflüsse und über alles zieht sich die einzigartige Stimme von Onk Lou. Man hört die Reisen des jungen Musikers aus jeder Note heraus, die Erlebnisse, die Geschichten. Immer ein Lacher voraus, so klingt auch sein Album „Bogus“ (VÖ  28.4.17, Karmarama): Humorvoll, voller Energie und Unerwartet. So wie das Leben.

 

>>hier reinhören: ‚1000 Voices‘ | ‚In The Morning‘ | ‚Physical‘
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PR Newman  Nach unzähligen Erfahrungen mit diversen Bands hat sich Spencer Garland dazu entschlossen, endlich sein Ding durchzuziehen. “Turn Out”(VÖ 20.07. DevilDuck Records) ist das erste Ergebnis als PR Newman und auch wenn er selbst seine Musik einfach nur als amerikanisch und “Modern Rock`n`Roll” beschreibt, so hat sie doch diesen typischen Austin-Sound, der sich durch eine gewisse Leichtigkeit und Einzigartigkeit auszeichnet.

Textlich ist das Debütalbum übrigens geprägt von Garlands geändertem Gemütszustand und seinen Erfahrungen in jüngster Zeit. Es geht um Geschichten über gewisse Abhängigkeiten und Emotionen, stupide Besessenheiten der jüngeren Generation, Liebe, lustige Anekdoten und Erwachsenwerden. Im Grunde geht es also um das gesamte Leben des Spencer Garland aka PR Newman, vielmehr  “Punk Rock Randy Newman”, denn diesen Spitznamen bekam er von seiner alten Band Berkshire Hounds verpasst. Nun, der Punk an sich mag bei seinem Solo-Projekt etwas ruhiger geworden sein, aber der Rock ist definitive nach wie vor mit von der Partie(y)

 >>hier reinhören: ‚Everything‘ Acoustic | ‚But No‘ |webpage // facebook

Gunner & Smith  Hoffnung und Erlösung. Philosophie und Folklore. Die Musik von Gunner & Smith war schon immer eine Sammlung von feurigen Elementen, die glühende Gitarren, kräftige Rhythmen und ausgeprägte Vocals zu fest zusammengefügten Rockhymnen verschmelzen ließen. Aber auf dem zweiten Album „Byzantium“, das am 25. Januar weltweit über DevilDuck Records veröffentlicht wird, köcheln und brodeln die Songs mit einer neu entdeckten brütenden Energie, die auf die dunklen Seiten von Liebe, Verlust und Menschlichkeit blickt. Verankert durch das hartnäckige Songwriting von Frontmann Geoff Smith, hat die sich ständig verändernde Natur der Band wieder eine weitere Entwicklung erfahren mit einem talentierten Kader von Musikern, die sich dem Frontmann am Steuer anschließen. Mit einem sich ständig erweiternden Sound, der Indie-Rock, Alt-Country und knisternde Psych-Americana kombiniert, wird „Byzantium“ von einem tieferen, dunkleren Ort getragen. Nach dem Debüt 2014, tourte Geoff mit seiner Band mehrmals durch Nordamerika und überquerte die Highways, die durch trostlose Gebiete führten, von denen der Frontmann seine Inspiration erhielt. Aufgenommen in Saskatoon von Andrij Tokic (Alabama Shakes), umgeben von ländlichen, offenen Ebenen und verfallenen Gebäuden, schaffte es das Team von straßenerfahrenen Musikern, in nur sechseinhalb Tagen das ganze Album aufzunehmen. Das Resultat ist eine literarische Verschmelzung von Verfall, Glaube und Ehrgeiz.

>>hier reinhören: ‚The Barrens‘ | ‚Byzantium‘ | webpage // facebook